Meeresalgen

die natürliche Heilkraft nutzen

Über Meeresalgen

Wusstest Du schon, dass…

  • Algen 75% des jährlichen Pflanzenwachstums unserer Erde einnehmen?
  • Algen bis zu 90% der gesamten Sauerstoffproduktion unseres Planeten liefern?
  • Algen möglicherweise 80% der Nahrungsmenge für die gesamte Weltbevölkerung liefern könnten?
  • Algen das Meerwasser filtern, und somit den Reichtum des Meeres 100 – 1000fach konzentrieren können?
  • dass Algen weit über 80 gesundheitsfördernde Elemente in sich tragen?
  • kein anderes Naturprodukt so reich an Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen und Aminosäure ist, wie die Algen?
  • kleinste Algen nur aus einer Zelle bestehen, und Großtangalgen über 100 Meter lang werden können?
  • dass Algen keine Wurzeln und Blätter haben, und keine Früchte und Blüten tragen?
  • das Meer ca. 70 % der Erdoberfläche einnimmt?
  • das Sauerstoff-Stickstoff-Verhältnis der Luft 21:79 beträgt, dass des Meerwassers jedoch 35:65? Also enthält Wasser relativ sehr viel mehr Sauerstoff als Luft!

Makro- und Mikro-Algen

(Spirulina, Chorella, Blue-Green-Algen, Meeresbraunalgen)

Generell wird zwischen Makro- und Mikroalgen unterschieden:

Makroalgen sind vielzellige Meeresalgen, die eine “richtige” Pflanze bilden. Sie haben einen Stengel und Blätter. Je nach Wassertiefe sind sie braun, rot oder grün.

Meeresalgen haften mit ihrer “Wurzel” am Fels und werden vom Meerwasser voll umspült. Es gibt ca. 4.000 verschiedene Meeresalgen, jedoch werden wenige für den menschlichen Verzehr genutzt. Die Algen enthalten wertvolle Nährstoffe, vorallem aber eine Fülle von Spurenelementen einschließlich des für uns so wichtigen Jods.
Ein weiterer wichtiger Pflanzeninhaltsstoff ist das Algin, das heute für viele Zwecke – auch bei der Lebensmittelherstellung – genutzt wird. Diese Algen enthalten für uns so wichtigen Jod.

Mikroalgen sind anders. Sie sind einzellige Algen. Spirulina, Chorella oder auch Blue-Green-Algen sind populäre Vertreter dieser Art. Sie werden meist in Süßwasser-Becken (Soda-Wasser) gezüchtet.
Die zu bestimmten Jahreszeiten in Küstenregionen treibende “Algenblüte” gehört ebenfalls zu den Mikroalgen.

Meeresalgen als Lebensmittel

Meeresalgen werden in Asien – besonders in China, Korea und Japan – als Delikatesse und Mineralienquelle geschätzt. Die Algengerichte sind (auch für uns Deutsche) aber ungewohnte Gaumenfreuden und im Geschmack gewöhnungsbedürftig. Eiweiß- und vitaminreiche Algenarten werden von jeher von Küstenbewohnern fast aller Erdteile in die Ernährung mit einbezogen.
Ihr Jodgehalt ist ein wichtiger ernährungsphysiologischer Aspekt. In Südamerika (zum Beispiel an der gesamten chilenischen Küste) werden Ulva- und Durvillea-Arten gesammelt, getrocknet, gesalzen und als Cachiyugo verkauft. An der irischen Westküste werden die beiden Rotalgen Rhodymenia pseudopalmetta und Chondrus crispus ( Irisch Moos) in Lebensmittelgeschäften verkauft.

In Schottland befindet sich Tangbrot (seaweed bread) im Handel. Und Irish-Moos-Pudding gehört auch heute noch zu den irischen Nationalspeisen. Ebenso gehören Meeresalgen an der bretonischen Küste in Frankreich zur täglich Ernährung. Sei es als Algensuppe, Algenbrot, Algentees oder Algenkapseln. Meist werden die Meeresbraunalgen Laminara, Fucus vesiculosus oder Ascophyllum nodosum verwendet.

Die weitaus größte Bedeutung als Nahrungsmittel haben Meeresalgen in China, Korea und Japan. Die bekanntesten Produkte sind in Japan unter Nori, Kombu, Wakame und Dulse im Handel.

Nori = Rotalge Porphyra: Zubereitung für leckeren Sushi
Kombu = Braunalgen Laminara, Ascophyllum nodosum: Suppen, Füllungen
Wakame = Braunalge Undaria pinnatifida: Miso-Suppen
Dulse = Rotalge: Salate, Suppen

Eine Alge auf dem Vormarsch: Von allen Algenarten ist die Meeresbraunalge Ascophyllum nodosum aufgrund ihres hohen Nährwertes und ihrer gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe am bedeutsamsten. Sie wächst wild im Nordmeer auf felsigem Untergrund. Es ist eine Pflanze mit einem schlanken Stengel, kleinen Blättern und sehr vielen “Knoten” (daher auch Knotentang genannt).
Für Suppen ist sie sehr gut geeignet. Darüber hinaus optimiert sie fast alle positiven Eigenschaften anderer Meeresalgen und wird daher gerne zur Nahrungsergänzung (Algenkapseln) genutzt.

Ascophyllum nodosum

Ascophyllum nodosum ist eine wild wachsende Makroalge, die bis zu mehreren Metern lang werden kann. Diese Braunalge wächst an verschiedenen felsigen Küstenbereichen der gemäßigten Klimazone. In dieser Region lebt auch der Hummer, der ein zuverlässiger Indikator für die Wasserqualität ist, denn in verschmutztem Wasser wäre er nicht lebensfähig.

Algen können sich aus weit über 80 einzelnen Bestandteilen zusammensetzen.

Das Wasser des Nordatlantiks strömt auf seinem Weg zur kanadischen Ostküste durch uralte Gesteinsformationen, die wertvolle Mineralien enthalten, die für uns als Spurenelemente so wichtig sind. Die Algen sind in der Lage, die Spurenelemente in ihren Zellen anzureichern. Die Spurenelemente sind durch den Vorgang der Passage durch die Zellmembran gleichsam “biologisch dynamisiert”. Einige Elemente sind in der Lage, so wie sie sind die Zellmembran zu passieren, andere müssen z.B.

Aminosäure-Komplexe bilden, um in die Zelle hineingelangen zu können. Durch diese Vorbereitung werden die Spurenelemente auch für den Menschen besser resorbierbar, d.h. verwertbar.

Das erklärt, warum Ascophyllum nodosum zur Versorgung mit Spurenelementen und Mikro-Spurenelementen den Mikroalgen überlegen sind.
Neben den Spurenelementen spielt der Jodgehalt von Ascophyllum nodosum eine für die Menschen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz wichtige Rolle.

 

Die Zufuhr von Jod über die Nahrung ist unverzichtbar. Bei Frischalgen, als Gemüse, kommt es vor, dass der Jodgehalt sehr stark schwankt.

Das Problem besteht nicht in einer vermeintlich hohen Menge Jod, sondern in dem plötzlichen Angebot dieser Menge. Japaner z.B. sind an viel höhere Mengen Jod gewöhnt, als wir es sind. Die japanische Bevölkerung hat übrigens eine besonders hohe Lebenserwartung, womit nicht gesagt sein soll, dass das auf die Jodzufuhr zurückzuführen wäre; aber wenn eine hohe Jodzufuhr ein gesundheitliches Problem darstellen würde , stünde das im Widerspruch zur überdurchschnittlich hohen Lebenserwartung.

 Ascophyllum nodosum [%]Spirulina [%]Chlorella [%]
Protein658 – 7033 – 45
Kohlenhydrate5213 – 19niedermol. Sacch.< 1
Fette/Fettsäuren25 – 87 – 16
Ballaststoffe Rohfaser188,57
Mineralien223 – 86,5 – 10,5

 

Die angegebenen Werte sind Mittelwerte.
Sie variieren vor allem aufgrund der biologischen Streuung.

Tägliche Verzehrempfehlung:
Ascophyllum nodosum: 1 g
Chlorella: 3 g
Spirulina: 3 – 4 g

Zur Substitution von Spurenelementen und Mikro-Spurenelementen, sowie von Jod, und zur Entgiftung von toxischen Schwermetallen – vor allem wie Quecksilber und Cadmium – wird von Ascophyllum nodosum berichtet. Hier ist gegenüber den Mikroalgen eine deutlich geringere Verzehrmenge erforderlich, sodass sich dadurch der Preis pro Tagesdosis dann doch wieder auf vergleichbarem Niveau bewegt.